Neu bei AromaCura: Die JAGD-APOTHEKE

Horrido, liebe AromaCura-Freunde!

 

AromaCura und Jagd, verbindet mehr als manch einer weiß, denn die artgerechte Hege (mit dem damit notwendigerweise verbundenen Wissen über die Biologie der Pflanzen und Tiere), nimmt einen großen Anteil der jagdlichen Zeit ein.

 

Diese ist (für alle Nichtjäger) im § 1 Abs. (1) und (2) des Bundesjagdgesetz sogar als Verpflichtung für die Jägerin und den Jäger formuliert:


§ 1 Inhalt des Jagdrechts

(1) (…) Mit dem Jagdrecht ist die Pflicht zur Hege verbunden.

(2) Die Hege hat zum Ziel die Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepassten artenreichen und gesunden Wildbestandes sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen; (…) Die Hege muss so durchgeführt werden, dass Beeinträchtigungen einer ordnungsgemäßen land-, forst- und fischereiwirtschaftlichen Nutzung, insbesondere Wildschäden, möglichst vermieden werden.


Biotop- und Artenschutz sowie der respektvolle Umgang mit der Natur, gehören nicht nur zu den gesetzlichen Aufgaben der Jägerin und des Jägers, sondern liegen Ihnen "im Blut" und am Herzen. Die Natur (er)leben und wirklich verstehen kann nur wer sie kennt.

 

Die Schätze von Wald und Feld sind so vielfältig und die z.T. sehr alten Kenntnisse über deren Anwendung drohen in Vergessenheit zu geraten. Sie lindern nicht nur Krankheiten, verschaffen Gesundheit, bringen Wohlbefinden und Lebensqualität, sondern zeigen uns auch immer wieder in welchem komplexen, wundervollen Zusammenspiel die Ökosysteme von Pflanzen, Tieren und Zwischenformen funktionieren.

 

Leider haben wir Menschen fast vergessen, dass wir auch dazu gehören und dass nicht die Natur uns braucht sondern wir ohne sie nicht überleben werden.

 

Von unseren Erfahrungen wollen wir in Zukunft hier bei AromaCura berichten.

Inga Hoffmann-Tischner und Robert Tischner


September… viel los in Wald und Flur!

Die Tiere und die Menschen freuen sich über Pilze wie Pfifferling, Rotkappe, Hallimasch, Marone und Steinpilz.

Die Kastanien, Eicheln, Walnüsse, Haselnüsse und Bucheckern sind reif, fallen zu Boden und sind üppige Äsung für alle Waldbewohner bevor es langsam in den Winter geht. In Mastjahren gibt es besonders viele Mäuse. Das wiederum freut besonders die Mäusejäger, wie z.B. Fuchs und Mäusebussard.

 

Wildkräuter wie Glockenblume, Giersch, wilder Majoran, Heidekraut, Wiesenknopf und Johanniskraut stehen im Zenit. Brennnesselsamen sowie jene vom Breit- und Spitzwegerich sind leicht zu ernten und eine hochwertige Eiweißquelle, nicht nur für Bushcrafter. Die Karottensamen der Wilden Möhre sind reif und können als wertvolle Hautpflege destilliert werden.

Wildemöhre rechts, links zeigen sich die Karottensamen.
Wildemöhre rechts, links zeigen sich die Karottensamen.

Die Wegwarte erblüht gerade erst. Ihre essbaren zarten blauen Blüten sind eine genussvolle Dekoration.
Auch der bis September blühende Buchweizen ist nicht nur hervorragende Bienennahrung, sondern erfreut auf Wildäsungsflächen besonders das Schalenwild (Rot-, Dam,- Sikawild, Reh, Wildschwein) und ist wertvoller Bestandteil der “Hasenapotheke“ des Feldhasen. Das Federwild bevorzugt die nun reifen Körner.
Himbeere und Walderdbeere sind vorbei. Heidelbeere, Preiselbeere und Holunder bleiben noch in diesem Monat aber die Brombeere kommt gerade erst. Sie ist eine, besonders beim Rehwild, beliebte Winteräsung.
Weißdorn, Sanddorn sowie die Kornelkirsche und der Holunder tragen ebenfalls ihre Beeren.
Der Kuckuck sowie andere Arten wie Graugans oder Nachtigall brechen auf nach Süden.
Die meisten Jungtiere werden nun 5 Monate alt.

Rotwild Hirsche vor der Brunftzeit
Rotwild Hirsche vor der Brunftzeit

Der Rothirsch hat sein Geweih verfegt, die Feistzeit nähert sich dem Ende und die Brunft beginnt umso früher je kälter die Nächte sind. Beim Rehwild ist die Blattzeit zu Ende, die Ricken sind beschlagen und die Eiruhe beginnt, damit die Kitze erst im nächsten Mai gesetzt werden. Das Schwarzwild hält sich ja an gar nichts mehr: normalerweise sind die Frischlinge schon ein gutes halbes Jahr alt wenn sie im März/April gefrischt wurden. Ebenso beginnt der 7. Lebensmonat bei den Jungfüchsen, den Wölfen, beim Baum- und Steinmarder, Waschbär und Marderhund.

Bei den Feldhasen ist die Rammelzeit von Januar bis August nun zu Ende, denn sie haben bis zu 3 Mal 2-4 Junge pro Jahr.

Alle bereiten sich langsam auf den Fellwechsel vor, das Verfärben, was im nächsten Monat ansteht.

 

In NRW geht die Jagdzeit auf für: Dachs, Hermelin, Marderhund. Beim Rehwild: Ricken, Kitze und Schmalrehe. Jetzt freut sich der Jäger auf den Feisthirsch.

Horrido und Waidmannsheil, schützt und genießt die Natur!

Inga Hoffmann-Tischner und Robert Tischner

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Kommentare: 1
  • #1

    Gabi mit Leo (Dienstag, 17 September 2019 19:27)

    Horrido, ein toller Beitrag.
    Ihr habt ganz recht: die Natur braucht uns nicht. Wir aber die Natur. Sie macht unsere Luft zum atmen, die hält auf vielfältige Weise, Heilung für uns parat.
    Das Karottensamenöl duftet speziell, aber ich nutze es gern in der täglichen Hautpflege, in der Sonnenlotion.

    Es gibt so viele Dinge, die für Generationen vor uns zum Allgemeinwissen gehört haben und einfach vergessen sind. Oder aber, man will sich nicht die Zeit nehmen Naturheilmittel zu benutzen.

    Umso mehr freut mit euer Blog.

    Viele liebe Grüße sendet Gabi

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